ABGESAGT Stadt 1:1 – Die Architekten und das Klima

Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat die Geschäftsleitung der Kosmos-Kultur AG in Absprache mit dem Verwaltungsrat entschieden, den Kosmos ab Montag, 16. März bis auf Weiteres zu schliessen. Mehr Infos hier: https://kosmos.ch/service/aktuell#covid-19-kosmos-schliesst-bis-auf-weiteres

Die Architektur im Brennpunkt der Klimakrise: Gebäude und Bauwirtschaft sind für 40 Prozent der Treibhausgase verantwortlich, der Verkehr für weitere 25 Prozent. Wäre Beton ein Land, wären nur die USA und China schädlicher. Zeit für eine Diskussion von der Stadt bis zur Schraube, über das Bauen und Nicht-Bauen. Das Publikum erwarten zehn Bilder, Thesen, Zitate und zwei Gäste:

Friederike Kluge beschäftigt im Basler Architekturbüro ‹alma maki› eigene Handwerker und ist Entwurfsprofessorin in Konstanz. Gemeinsam mit anderen Architektinnen gründete sie die Initiative ‹Countdown 2030› und findet: Die Zeit fehlt, um auf bessere Baugesetze und -normen zu warten. Die Ikonen der Beton-Glas-Moderne gehören auf den Prüfstand. Die Klimakrise birgt die Chance für eine Architektur, die den Inhalt vor die Form stellt.

Guillaume Habert ist Professor für nachhaltiges Bauen an der ETH Zürich. Der Biologe und Geologe beschäfigte sich lange mit Lehm als Zementersatz. Heute erforscht er regenerative Materialien sowie ökonomische und materielle Kreisläufe. Er sagt: Zukunftsfähige Häuser sind keine geschlossenen Werke, sondern dynamische Wesen. Die datengetriebene Stadt ist keine Heilsbringerin. Holz, Lehm, Hanf und Stroh müssen attraktiver werden, die Bauwirtschaft einfacher.

Palle Petersen ist Redaktor bei Hochparterre und moderiert den Abend.