Shop Themenheft 2022 Neue Wohnformen

Neue Wohnformen

«Ein Stück Aufklärungsarchitektur» nannte Benedikt Loderer 1989 in Hochparterre die ‹Schauburg›, eine Siedlung im damaligen Dörfchen Hünenberg nahe Zug, entworfen von Metron und Büro Z: holzverschalte Reihenhäuser zum Preis einer Geschosswohnung, mit viel Mitbestimmung durch die Mieterschaft und hohem ökologischen Anspruch. Acht junge Erbinnen der Besitzerfamilien von Landis & Gyr hatten die gemeinnützige ProMiet AG gegründet. Dreissig Jahre später verkauften sie die Siedlung an die Wogeno Luzern. Mit dem Ertrag wollten sie weiterhin Gutes tun und schufen das Programm ‹Sprungbrett Wohnungsbau›, das Projekte im ländlichen Raum oder in der Agglomeration fördert. Eine namhafte Jury wählte fünf Projekte aus und vermittelte ihnen Coaches, denn statt Geld sollte bei dieser Förderung Wissen fliessen. Ganz im Sinne der Aufklärung.
Die Mischung der Projekte ist so wild wie das Leben: von der Revitalisierung einer einstigen Arbeitersiedlung bis zur Planung einer Permakultursiedlung. Vom genossenschaftlichen Selbstbauhof über Clusterwohnen auf dem Dorf bis zum Leben in einer alten Industriehalle. Die Coachings liefen mal besser, mal schlechter. Abgeschlossen ist noch keines der Projekte. Von all dem erzählen die Reportagen in diesem Heft, begleitet von den Bildern des Fotografen Markus Frietsch.

Auch dieses Heft und die Veranstaltung in Bern am 15. September sind Teil der Förderung und damit der Aufklärung. Denn sie tragen die Ideen und Erkenntnisse dieser fünf Wohnwelten in die Schweiz hinaus. Benedikt Loderer hatte seinen Beitrag so geschlossen: «Wir haben noch mehr ‹Schauburgen› nötig.»


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Preis: CHF 15